Zwangsheirat und Zwangsehe
Zwangsheiraten sind eine schwere Menschenrechtsverletzung. Sie tangieren meist nicht nur das Recht auf Ehefreiheit, sondern insbesondere bei Frauen gehen sie häufig einher mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung und der körperlichen Integrität sowie des Rechts auf physische und psychische Gesundheit. Das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben wird ebenfalls verletzt. Sie bedeuten in der Regel auch Einschränkungen der persönlichen Entwicklung und einer Verweigerung von Bildung, Berufsausübung und materieller Unabhängigkeit.
Wie eine europaweite Studie zeigte, sind Eltern in den meisten Fällen die Hauptakteure bei einer Zwangsheirat. Gewalt wird in der Regel durch die Familien der Betroffen ausgeübt.
Zwangsheiraten finden in Familien statt, in denen patriarchale Verhaltensweisen und Strukturen alltäglich sind. Sie sind nicht an bestimmte soziale Schichten oder Religionen gebunden.
Hinweise auf Literatur, Broschüren u.ä. zum Thema Zwangsheirat: hier.
