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Die Arbeit von zwangsheirat.ch

›zwangsheirat.ch – ein Programm verankert Menschenrechte‹ ist ein Mehrjahresprogramm, das konkretes Handeln und Forschen vereint. Als Pionier in der Schweiz gestartet, sind wir nach wie vor überzeugt: Die nachhaltige Prävention von Zwangsheirat setzt fundiertes Wissen voraus. Unsere Vorgehensweise setzt sich aus folgenden fünf Bereichen zusammen:

1. Projektaktivitäten: Konkrete Aktivitäten dienen der Information, Aufklärung und Prävention.

2. Forschung: Wir begleiten angehende WissenschafterInnen und Forschende in diesem Themenkomplex. Ausserdem erstellen wir eigene Forschungsberichte.

3. Vernetzung: Wir vernetzen uns durch Informationsaustausch mit (potenziell) Betroffenen, durch Diskussionen und Lobbying mit Fachpersonen und Institutionen, PolitikerInnen und Behörden sowie mit den Medien. Das geschieht schweizweit und international.

4. Öffentlichkeits- und Medienarbeit: Wir verfolgen die aktuellen Debatten in der Öffentlichkeit aufmerksam und dokumentieren sie auch auf unserer Website. Zudem beteiligen wir uns an der öffentlichen Meinungsbildung.

5. Weiterbildungen: Unsere Arbeits- und Projektgruppen bilden sich und andere ständig weiter: Durch Online-Diskussionen, ein Diskussionsforum oder Workshops wie die Informations- und Sensibilisierungskampagne für Berufspersonen. Dadurch erreichen wir „Empowerment“ und „Enabling“, also die Ermächtigung und die Befähigung aller Beteiligten zur und bei der Durchführung der mit ›zwangsheirat.ch‹ verbundenen Projekte.

Das komplexe Phänomen der Zwangsheiraten in der Schweiz behandeln wir in der Öffentlichkeit bereits seit 2004, während vier Jahren zuvor wurden entsprechende Beobachtungen und Recherchen getätigt. 2005 wurde das entsprechende Webportal www.zwangsheirat.ch aufgeschaltet, was damals die erste umfassende Informationsquelle für die Schweiz darstellte. Ab 2010 ist eine ausgedehnte Informations- und Sensibilierungskampagne für Berufspersonen geplant, um die interkulturellen Kompetenzen im Berufsalltag zu stärken. Diese Aktivitäten bauen auf den Erfahrungen des interkulturell zusammengesetzten Projektteams auf. Das Engagement fusst stets auf der Überzeugung:

„Die Wahl der Partnerschaft darf nicht nur ein Privileg für Einheimische sein. Das muss für alle gelten. Deshalb engagiere ich mich gegen Zwangsheiraten.“

 
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